Vier Schüler:innen unserer Schule durften als Stellvertreter:innen des MNU-Kurses der 10. Klassen nach Berlin reisen, nachdem ihr Projekt „Unsere Schule soll nachhaltiger werden“ im Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ als herausragendes Demokratieprojekt deutschlandweit ausgezeichnet wurde. Mit ihrem Engagement für mehr Nachhaltigkeit und Mitbestimmung an unserer Schule überzeugten sie die Jury und durften daher in Berlin am Junify-Festival teilnehmen, einem bundesweiten Treffen junger Menschen, die sich in Schulen, Vereinen und Initiativen für Demokratie, Vielfalt, Umwelt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Dort kamen sie mit anderen ausgezeichneten Projektgruppen aus ganz Deutschland zusammen, präsentierten ihre Arbeit, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte. Außerdem erwarteten sie Workshops mit Expert:innen, Austauschrunden zu politischen Themen sowie Begegnungen mit engagierten Jugendlichen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Zum Abschluss wurden die Projekte feierlich ausgezeichnet.
Im folgenden Bericht schildert Lena, eine der Teilnehmerinnen, ihre Eindrücke und Erlebnisse während dieser besonderen Tage in Berlin. Und am Ende gibt’s noch ein Festival Lob von der Lehrkraft.
Unsere Reise nach Berlin zum Junify-Festival von „Demokratisch Handeln“
Unsere Reise nach Berlin startete schon sehr früh um 6:45 Uhr am Bahnhof in Düsseldorf. Elisa, Nils, Carlotta, Frau Koelbel und ich haben uns mit dem Zug auf den Weg nach Berlin gemacht. Gegen 12 Uhr sind wir fünf in Berlin-Schöneberg angekommen, haben unser Gepäck im Hostel abgeladen und gemeinsam den Stadtteil Schöneberg erkundet. Um 13:30 Uhr fing das Junify-Festival im Jugendzentrum „Weiße Rose“ offiziell an und alle Teilnehmenden wurden mit einer tollen Theater-Improvisationsshow begrüßt. Um uns für das folgende Kennenlernen zu stärken, gab es eine großartige Snackpause mit leckerem Kuchen.
Dann startete „Projekt.Connect“. Dazu wurden wir alle in kleinere Gruppen eingeteilt und haben uns dort sehr aktiv über uns und unsere Projekte ausgetauscht. Nach vielen interessanten Gesprächen haben wir alle gemeinsam zu Abend gegessen und nach dieser guten Stärkung unsere Zimmer bezogen und dabei unsere Zimmernachbar:innen kennengelernt. Als gemeinsames Abendprogramm durften wir die Zauberkünste von Allison Wonder bestaunen.
Um noch etwas von Berlin zu erkunden, haben wir uns mit einer Freundin von Frau Koelbel auf dem Holzmarkt getroffen und durften dort eigenständig ein Stück Berlin entdecken, eine anschließende Führung zur East Side Gallery inklusive. Nach einem langen Spaziergang an der Spree sind wir nach diesem ersten Tag in Berlin alle müde ins Bett gegangen.
Der zweite Tag startete mit einem Frühstück im Hostel, wonach es dann zu einem interaktiven Warm-up ins Jugendzentrum gegenüber ging, um wach in den Tag zu starten. Anschließend haben wir uns in unsere jeweiligen Workshopgruppen begeben und sind unterschiedlichsten Aktivitäten nachgegangen. Nils und ich haben die Gedenkstätte Deutscher Widerstand besucht und dort eine Führung und ein Seminar erhalten. Außerdem durften wir uns dort auch eigenständig bewegen und sollten Informationen zu selbst ausgewählten Personen herausfinden, die wir anschließend unserer Workshopgruppe präsentiert haben.
Carlotta und Elisa besuchten einen Workshop, der sich in Form eines Rollenspiels mit Vorurteilen und Diskriminierung befasste. Frau Koelbels Workshop beschäftigte sich mit Themen rund um die mentale Gesundheit von Schüler:innen.
Nach den Workshops gab es etwas Freizeit und wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht, Berlin zu erkunden und dort ein paar Stunden spannende Eindrücke zu gewinnen. Zurück beim Junify-Festival durften wir dann an einer tollen Preisverleihung teilhaben, bei der alle 50 Gewinnerprojekte jeweils in einer wertschätzenden Laudatio vorgestellt wurden und wir noch vieles Interessante über andere Projekte gelernt haben.
Im Anschluss folgte ein kulinarisches Highlight: Es gab Popcorn und Pommes zu einem tollen Konzert von Busy Dreams. Abgerundet wurde der Abend dadurch, dass wir alle gemeinsam bis spät in die Nacht Karaoke gesungen haben.
Der Freitagmorgen startete schon früh mit Packen, Zimmer aufräumen und Frühstücken. Dann ging es ein letztes Mal zum Veranstaltungsort, um dort die vergangenen zwei Tage mithilfe des Junify-Films Revue passieren zu lassen. Nach der Verabschiedung haben wir uns in unseren Gruppen auf den Weg in die Berliner Innenstadt gemacht, um dort an einer Führung über Kolonialismus in Berlin teilzunehmen. Dazu gehörten ein Besuch am Brandenburger Tor, am Reichstagsgebäude und an der Holocaust-Gedenkstätte.
Nach Abschluss der Tour haben wir vom CFvW-Gymnasium gemeinsam den Checkpoint Charlie besucht und einen Abstecher zu Pashanims Hauseingang gemacht. Zurück ging es wieder mit der Bahn und so sind wir voller toller Eindrücke, etwas übermüdet und leicht überdreht um 20:30 Uhr wieder in Düsseldorf angekommen.
Lena H., Klasse 10
Und was sagt Frau Koelbel?
Die Reise nach Berlin war für mich eine besondere, schöne und bereichernde Erfahrung. Zu erleben, wie schnell und unkompliziert unsere Reisegruppe mit vielen engagierten Jugendlichen und begleitenden Projektbetreuer:innen aus ganz Deutschland ins Gespräch kam und sich zu wichtigen gesellschaftlichen Themen vernetzte, hat mich beeindruckt und gefreut. Der Austausch, die Offenheit und die gemeinsame Motivation, etwas zu bewegen, waren inspirierend und machen Hoffnung für unsere Zukunft.
Die Tage in Berlin haben uns gezeigt, wie wertvoll Engagement, Mitbestimmung und Zusammenarbeit sind – nicht nur für unsere Schüler:innen, sondern für alle Beteiligten. Die Begegnungen und Erfahrungen dieser Reise sind Ansporn und Motivation, auch zukünftige Projekte mit Begeisterung und Ausdauer anzugehen. Wer weiß – vielleicht führt uns eines dieser Projekte ja erneut nach Berlin zum Junify-Festival.





















