Philosophie-Exkursion

Am 08.09.2021 war es wieder so weit: 15 Schüler:innen der Philosophiekurse der Q2 besuchten bei Bombenwetter die – in diesem Jahr coronabedingt verschobene – Phil.cologne.

In der von uns besuchten Veranstaltung zur Selbstoptimierung per App ging es einerseits um Fragen der eigenen Gesundheit und der damit verknüpften Gratwanderung zwischen sinnvoller Gesundheitsvorsorge und übertriebener Selbstperfektionierung durch ein zum Scheitern verurteiltes – weil per se unerreichbares – Erstreben eines Ideals. Andererseits wurde die individuelle Sicht des sich-besser-Fühlens erweitert um die gesellschaftliche Perspektive: der Frage danach, ein besserer Mensch zu sein. Hier wurden die Anknüpfungspunkte zu Philosophen wie Kant und Aristoteles deutlich: ein gutes Messer ist eines, das gut schneidet – aber wie ist es mit einem guten Menschen? Schließlich wurde eine dritte Perspektive eröffnet mit der Frage der Selbstoptimierung durch bessere Selbstdarstellung für andere z.B. auf social media platforms wie Instagram. Grundlegend hinter allen drei Perspektiven tauchte immer wieder die Frage nach einem gelingenden, glücklichen Leben auf und möglichen Risiken und Nebenwirkungen sowohl auf individueller (z.B. Selbstzerstörung) als auch auf gesellschaftlicher Ebene (z.B. Datentracking).

Es gab reichlich Gelegenheit, sich in den Vortrag einzubringen und eigene Gedanken beizutragen und am Schluss noch eine Buchempfehlung fast im Sinne eines Fazits des Referenten Arnd Pollmann: Ich bleib so scheiße, wie ich bin von Rebecca Niazi-Shahabi.

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