6c auf Abenteuerfahrt oder …

„Dat is der Kölner Hauptbahnhof, da kann alles passieren!“

Mit dem 9€ Ticket in die Eifel? Mit einer ganzen Klasse? Über noch nicht wieder aufgebaute Strecken? Wo sind die Toiletten? Keine Gruppenreise anmeldbar …

In der zweiten Woche nach den Sommerferien haben wir es gewagt. Sind pünktlich in Ratingen abgefahren, um uns auf den Weg nach Müllenborn zu machen (Ratingen->Düsseldorf->Köln->Kall->Gerolstein->Müllenborn), eine Fahrt, die jetzt in der nach 9€ Ticket Zeit ca. 60€/Person kosten würde.

Aber weniger der günstige Preis als tatsächlich ökologische Überlegungen haben uns motiviert dem ÖPNV auf dieser Fahrt eine Chance zu geben. Und spätestens in der Eifel wurde allen klar, wie wichtig es ist, dem Klimawandel entgegenzutreten – die noch sichtbaren Hochwasserschäden (auch immer noch SEV ab Kall) und die Folgen der aktuellen Dürre in Feld und Wald.

Hinfahrt

Kurz nach 8 standen und saßen alle Kinder mit leichtem Gepäck in der S6 nach Düsseldorf. Nur ein Handgepäck lag noch einsam auf dem Bahnsteig. Das haben wir dann aber auch noch schnell geschnappt und eingepackt!

In Düsseldorf hatte man dann genug Zeit diverse Snack-Automaten in Augenschein zu nehmen, da unser Anschlusszug nach Köln gut 20 Minuten später kommen sollte.

Mist! Anschluss in Köln werden wir wohl verpassen. Eh sportliche 10 Minuten Umstiegszeit sind zwar mit der Klasse zu schaffen, aber wohl doch nicht mit der Bahn.

Nun gut – erste Regio-Bahn Erfahrungen sammeln und … Kreislauf und Übelkeit! Aber egal, wir haben ja jetzt in Köln eine gute Stunde Zeit, um den nächsten Zug nach Kall zu nehmen. Kind in den Arm genommen und sich ganz langsam und vorsichtig durch die Menschenmassen geschoben, kurzer Blick nach oben zum Gleis des verpassten Anschlusszugs und … er ist noch angeschlagen? Kind geparkt. Hochgerannt. Zug gesehen. Lokführer angequatscht. „Dat is der …!“ (s.o.) Weiteres Warten erbeten. Klasse herbeigepfiffen. Eingestiegen. Grob gezählt. Jede:r hatte seine:n Partner:in. Losgefahren!

Zwei weitere Klassen sind noch zugestiegen, die auch in die Eifel wollten. Aber alle hatten Platz und auch Zeit sich gegenseitig Zahnpasta-Oreos anzubieten, Quartett zu spielen, zu lesen oder sich einfach nur die vorbeisausende Landschaft anzuschauen.

In Kall wartete dann der SEV auf uns. Dann ging’s aber anscheinend darum, jegliche verlorenen Zeit einzuholen. So haben die Kinder noch keine Busfahrt erlebt und die dauernde Mahnung sich immer irgendwo festzuhalten wurde spätestens jetzt ernst genommen.

Um uns den Fußweg hoch zum Schullandheim zu ersparen, hatten wir uns einen Bus bestellt, der uns von Gerolstein in 10 Minuten eben zum Schullandheim fuhr.

Oben angekommen wurden wir wie immer herzlich empfangen und konnten uns auf’s Mittagessen freuen, das schon fast fertig war …

… Ja, wir sind dann doch pünktlich, wie geplant, um 12 Uhr angekommen.

Eindrücke vom Aufenthalt

Rückfahrt

Donnerstag Abend, Disco und Tanzwettbewerb hinterm Haus, Jungs wie Mädchen und Mädchen wie Jungs, … zu spät im Bett!

Also sitzen einige am nächsten Morgen etwas übermüdet im Bus. Versuch zu schlafen und Übelkeit (s.o.: Busfahrten in der Eifel)! Tüten verteilt. Was haben wir gelernt: 1. Erst die Maske ausziehen und 2. auch das Kaugummi in die Tüte spucken, sonst muss man gleich noch einmal 😉

Es ging in sehr gefüllten Zügen zurück, wo man dann auch lernt, wie man sich zu verhalten hat, wenn man nicht der einzige und der wichtigste Mensch auf der ganzen Erde ist … Alles in allem aber nett und meist stehend verlaufen.

Umstiegszeiten wurden von der Bahn dann jeweils auf noch sportlichere 2-3 Minuten verkürzt, aber – großes Kompliment an die Klasse (ZWEI-ER-REI-HE!) – rennend haben wir alle Anschlüsse bekommen und sind pünktlich in Ratingen gelandet!

bon

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