Nachhaltige Energie für alle, aber wie?

Das Thema der diesjährigen Institut Montana Model United Nations Conference (IMZMUN) hätte aktueller nicht sein können. Sowohl angesichts der derzeitigen Energiekrise als auch im Hinblick auf den Klimawandel stellte das Thema „Going beyond SDG7: sustainable energy“ eine interessante und für das eigene Leben relevante Herausforderung dar.

Das Sustainable Development Goal Nummer 7 ist eines von 17 von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedeten Zielen, die 2016 zur Schaffung von globalem Frieden und Wohlstand sowie zum Schutz des Planeten vereinbart worden sind. Es soll allen Menschen den Zugang zu einer verlässlichen, nachhaltigen, bezahlbaren und modernen Energieversorgung verschaffen.

Die diesjährige IMZMUN-Konferenz, bei der eine UN-Generalversammlung simuliert wurde, setzte sich zum Ziel, die SDG7-Vereinbarungen zu verwirklichen und sogar zu übertreffen. Während der Opening Ceremony, im Rahmen derer alle Teilnehmer:innen in einer kurzen Eingangsrede die Position ihres Landes erörterten, wurde schnell klar, dass alle Länder sich zumindest offiziell der Realisierung des SDG7 verpflichtet fühlen. Ebenso schnell war jedoch zu erkennen, dass es erhebliche Unterschiede im Hinblick auf die Vorgehensweise, den Zeitplan, die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten sowie die bevorzugten Technologien gab.

Ein zentraler Streitpunkt war beispielsweise die Nachhaltigkeit von Atomkraft. Andere Länder räumten Problemen wie Armut, Hunger oder Krieg Priorität ein. Viele wirtschaftlich schwächere Länder forderten finanzielle und technische Unterstützung durch die Industrienationen.

Unter diesen komplizierten Voraussetzungen war es nun an unseren Schüler:innen, die die Länder Ägypten, Israel, Sierra Leone. Barbados und Südafrika vertraten, gemeinsam mit Gleichaltrigen aus aller Welt in den Dialog zu treten, in englischer Sprache nach UN-Protokoll zu diskutieren, Lösungen zu finden und Kompromisse auszuhandeln. Dies gelang in beeindruckender Weise, so dass zwei vielversprechende Resolutionen (eingereicht von Indien und dem Kongo) verabschiedet werden konnten, während eine dritte (eingereicht von Frankreich) abgelehnt wurde.

Abseits der intensiven Debatten erfreuten wir uns an der wunderschönen Umgebung und der überwältigenden Gastfreundschaft des Instituts Montana. Die Pausen und das Social Event wurden zudem intensiv genutzt, um die bei der Konferenz geknüpften Kontakte privat zu vertiefen. Am Donnerstag und Samstag hatten wir außerdem Zeit, die Städte Zürich und Luzern ein wenig zu erkunden.

Wenn der Bericht und die Bilder Interesse geweckt haben, können sich interessierte Schüler:innen der Oberstufe gerne an Frau Terfve-Blank oder Herrn Michels wenden.

Mls

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