Die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler ist uns ein besonderes Anliegen – besonders auch in diesen für uns sonderbaren Coronazeiten. Durch die nun nach den Herbstferien wieder bestehende Maskenpflicht auf dem Schulgelände und auch im Unterricht, ist das Thema augenscheinlich und allgegenwärtig. Wir sind froh, dass es unseren Kolleginnen Vanessa Koelbel und Vera Lainck trotz der diesjährigen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gelungen ist, zum dritten Mal infolge auch in diesem Schuljahr wieder unsere „Gesundheitstage“ zu organisieren. Ein großer Dank gilt diesen beiden engagierten Kolleginnen!

Im Rahmen von drei Projekttagen stand ein vielseitiges und attraktives Programm für jede Jahrgangsstufe mit ExpertInnen, ReferentInnen und externen PartnerInnen als WorkshopleiterInnen auf dem Programm.

Auf die Vielzahl unserer Schülerinnen und Schüler, die selbst so gut fortgebildet und engagiert sind im Kaleidoskop Gesundheit, dass sie selbst ihr Wissen weiter geben und Workshops im Rahmen der „Gesundheitstage“ durchführten oder als Unterstützung mitarbeiteten, sind wir besonders stolz! Schülerinnen unserer Q1 schulten beispielsweise ihre jüngeren MitschülerInnen im Projekt Jugend gegen Aids. Dabei klären sie u.a. über sexuelle Identität und Folgen und Gefahren von ungeschütztem Geschlechtsverkehr auf. Auch unsere fortgebildeten SchulsanitäterInnen stellten ihre Arbeit vor und zeigten den Schülern Erste-Hilfe-Übungen für den Alltag. Eine Schülerin gab bei der späteren anonymen, digital durchgeführten Evaluation an: „Der Besuch unseres Sanitätsdienstes hat mir besonders gut gefallen, da der Job als Sanitäter von Gleichaltrigen näher gebracht wurde.“ Ein anderer reflektierte: „Ich kann jetzt Wunden versorgen!“

Projekte nehmen vielfältige Aspekte der Gesundheitsförderung und Prävention in den Blick

Zu Zeiten der Pandemie stieg und steigt der Medienkonsum. In den Workshops der 6.Klassen, gehalten von Stefanie Lösing (Fachbereich Prävention Cybercrime, Jugendschutz bei der Polizei Mettmann) und Mario Stiller (ehrenamtlich zertifizierter Internet Medien Coach), ging es um die “Chancen und Risiken im digitalen Alltag und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien”. Lösing brachte den SchülerInnen unter anderem die Gefahren von Cybergrooming, soziale Medien, Sexting und Sextortion näher. In Stillers Vortrag ging es um den Umgang mit Urheberrechten, Privatsphäre, Identitätsdiebstahl, Recht am eigenen Bild, Social Media wie Instagram/Snapchat. Unsere ausgebildeten Medienscouts hielten in diesem Zusammenhang einen Vortrag zum Thema „Psychische Stressoren infolge der Mediennutzung“. Anette Sprenger von der Suchtvorbeugung der Diakonie Mettmann hielt einen Workshop zum Thema Sucht, Suchtentstehung und Vermeidung, auch mit dem Schwerpunkt Medien.

Fokus Umweltgesundheit

Zwei Klassen beschäftigten sich mit „Wassermann“ Carsten Schulz von der deutschen Umwelt-Aktion e.V. mit dem Thema Ökologie/Umweltgesundheit, speziell dem virtuellen Wasser. Die SchülerInnen haben mit viel Interesse und Motivation an diesem Workshop teilgenommen und sind nun ExpertInnen zu ihrem individuellen Konsum und CO2 Fußabdruck. Auch das eigentliche zeitliche Ende des Workshops wurde wegen der vielen Fragen der SchülerInnen überzogen. Fridays for future Aktivisten, darunter auch unsere SchülerInnen, stellten Aspekte der Gesunderhaltung im Zusammenhang mit den Zielen der Klimaschutz-Bewegung vor.

Fokus Stressbewätligung und Entspannung

Zwei Klassen nahmen unter der Anleitung von Selma Hegic, unserer Schulsozialarbeiterin, an einem „Genussworkshop“ teil. Unsere Kollegin Kathrin Sellheyer, die zudem ausgebildete Yogalehrerin ist, führte „auf Abstand“ eine Yogastunde durch zur Reduktion von Stress und mehr Körperbewusstsein. Die Yogis hatten ihre eigenen Matten mitgebracht und flossen durch den „Sonnengruß“. In der anschließenden Reflexion bestätigen viele, dass Yoga auch für sie – zum Beispiel vor Klassenarbeiten oder bei Stress – durchaus sinnvoll ist: „Mal runterkommen und versuchen, an nichts zu denken,“ sagte eine Schülerin der Klasse 7.

Bei dem Projekt “Verrückt na und?” von der Initiative Irrsinnig menschlich ging es um die Stärkung der psychischen Gesundheit. Die psychologische Beratungsstelle Ratingen bot einen Vortrag zum Thema „Guter oder schlechter Schlaf? Folgen und Tricks“ mit anschließendem Gespräch an und einen weiteren Vortrag zum Thema “Stressbewältigung und Entspannung”.

Bundesweites Projekt für Alkohol- und Drogenprävention stärkt Jugendliche auf lange Sicht

Ein Highlight war auch das gemeinsame Präventionsprojekt der KNAPPSCHAFT und des Deutschen Kinderschutzbundes Bundesverband e.V., das im Rahmen der Gesundheitstage ebenfalls die Aula unserer Schule im Stadttheater besuchte. Ziel der „Hackedicht-Schultour“ ist es, Kinder und Jugendliche für den Umgang mit Alkohol- und Drogenmissbrauch zu sensibilisieren. Viele Kinder und Jugendliche erleben in der Corona-Pandemie eine intensive und bewegte Zeit. Alkohol und Drogen dürfen hier nicht Teil von Bewältigungsstrategien werden. Umso wichtiger wird die Präventionsarbeit, der wir am CFvWG im Rahmen unserer „Gesundheitstage“ nachkommen wollen. Bei der „Hackedicht-Schultour“ klärt Schauspieler Eisi Gulp, mit Wissenswertem und Komik über das Thema Alkoholmissbrauch auf. Dabei bekommen Jugendliche einen neuen Blick auf die Thematik. Mit Humor und einer großen Portion Tiefsinn und ohne erhobenen Zeigefinger wird die anschließende Arbeit des Suchthilfevereins Condrobs e.V. vorbereitet. Unsere SchülerInnen sowie ihre LehrerInnen wurden am Folgetag im Umgang mit dem Thema Alkohol- und Drogenmissbrauch geschult. In diese Woche findet für das Kollegium eine schulinterne Fortbildung zu „Hackedicht“ statt. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird der Infoabend für Eltern zum Thema „Sucht“ der „Hackedicht Schultour“ nicht im Stadttheater, sondern ausschließlich digital durchgeführt.
Der Termin ist Dienstag, der 27. Okt. 2020, 19:00-20:30 Uhr.

Besonders gut kam bei der anschließenden Evaluation auch der eindringliche Besuch der Anonymen Alkoholiker weg. Geleitet von den Fragen der SchülerInnen, erzählten sie von ihrer Suchtentstehung, ihrem Suchtverlauf und ihrem Ausstieg. „Es war für uns eine wertvolle Erfahrung, weil die meisten SchülerInnen ganz gezielt Fragen bezüglich der Alkoholkrankheit stellen konnten“ und diese „ehrlich und offen“ beantwortet wurden. (Randnotiz: LehrerInnen ausgeschlossen!).

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen

Nun hat nach den Ferien die Schule wieder begonnen und wir können sicherlich einiges neu erworbenes Wissen und viele Erfahrungen gut gebrauchen. Zur Maskenpflicht kommt das Lüften der Räume, was weiterhin als essentiell angesehen wird. Wir werden uns an die Empfehlungen des Ministeriums halten und alle 20 Minuten für mehrere Minuten „Stoßlüften“. In den Pausen wird durchgehend gelüftet. Da die Temperaturen in den Klassen durch das häufige Lüften sinken werden, setzen wir auf entsprechende Kleidung bzw. darauf, in den Lüftungsphasen ggf. eine Jacke anzuziehen. Das Ziel aller Maßnahmen ist es, einen möglichst vollständigen Präsenzunterricht zu erteilen. Unterricht auf Distanz kommt nur zum Einsatz, wenn das durch SARS-COV-2 verursachte Infektionsgeschehen den Präsenzunterricht unmöglich macht. Hierfür hat das CFvWG ein Konzept zum digitalen Lernen entwickelt und setzt weiterhin auf das bereits vor den Sommerfreien genutze Moodle System zur Verbreitung und Korrektur von Aufgaben.

Bisher sind wir am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium von Infektionen und Quarantäne-Maßnahmen weitgehend verschont geblieben, was sicherlich auch der Tatsache zu verdanken ist, dass das Kollegium und die Schülerschaft freiwillig die Masken in der Zeit vor den Herbstferien auch im Unterricht getragen haben und unsere Hygieneregeln befolgt wurden.

Flr

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