Naturlyrik

Am Montag, den 10.5.22 gab es im Rahmen des Deutschunterrichts mal eine andere Auseinandersetzung mit dem Thema „Naturlyrik“. Der Dichter Crauss las im Stadttheater für die Schüler:innen der EF aus fremde und eigenen ausgewählte Werke.

Klb

Eine Lesung mit dem Dichter Crauss zum Thema Naturlyrik

Jeder denkt bestimmt an etwas anderes, wenn man über den Begriff Natur nachdenkt.

Vielleicht denkt man sogar umso mehr nach, wenn man über „Naturlyrik“ nachdenkt.

Dieses Thema ist sehr komplex und hat für jeden eine andere Bedeutung.

Manche interessiert dieses Thema stark, dem anderen ist es egal, eine weitere Person hat noch keine Meinung.

Der Dichter Crauss hat diese Dinge in seiner Lesung zum Thema Naturlyrik zusammengefügt, für jeden war etwas dabei, was man spannend finden könnte. Zumindest wurde man bei der ein oder anderen Stelle zum Nachdenken angeregt.

Für ihn war es sehr wichtig die Bedeutsamkeit dieses Themas darzustellen.

Dabei ging es aber nicht hauptsächlich um die Unterschiede von dem Erscheinen der Natur bei z.B. Märchen der Gebrüder Grimm, welche sich mit den Geschichten des Waldes schon vor ca. 200 Jahren beschäftigt haben, sondern auch um die Verknüpfung von wichtigen Themen, wie die Liebe oder Politik, mit der Natur als Motiv.

Ein wichtiger Satzausschnitt der mir dabei im Gedächtnis geblieben ist, ist folgender: „…Schatzkästchen von geheimen Botschaften“.

Davor hat Crauss ein Gedicht über eine politische versteckte Nachricht vorgetragen.

Ein Gedicht ist also viel mehr als nur Strophen mit Versen, Metrum und Reimschema, Kadenzen und Stilistischen Mitteln. Viel mehr ist es ein Weg das, was man nicht direkt erklären kann, mit Motiven, wie hier der Natur, zu umschreiben.

Was Crauss ebenfalls erwähnte war, dass Natur viele unterschiedliche Erscheinungsformen hat. Dazu zählen z.B. der Jahreslauf, die Naturreflexion, das Leben und der Tod und die Bewegung.

Dabei nannte er im Verlauf seiner Lesung auch das Beispiel der Reifung. Die Reifung wurde hier durch den Herbst verkörpert und symbolisierte dabei die Trennung.

Was man dort nun hinein interpretieren möchte, sei einem selbst überlassen.

Für Crauss war es nur vor allem wichtig, dass man zumindest mit einem Wort aus dem Raum gegangen ist, was einen angesprochen hat.

Wenn ich nun dieses Wort für mich definieren müsste, wäre es das Wort „Raupe“.

Crauss trug ein Gedicht vor, den er als seinen Beitrag der Biologie in seiner Lesung bezeichnete, indem es um die Entwicklung einer Larve zur Raupe und danach zum Schmetterling ging. Dieses hat er gewählt um ein realitätsnahes Bild zu erschaffen. Er verglich uns Schüler*innen dabei als Raupen, welche sich durch die Pubertät nun mehr und mehr zum Schmetterling verändern.

Meiner Meinung nach ist dieses ein gelungenes Beispiel, denn selbst in der, nach der Lesung folgenden, Pause wurde noch über dieses Beispiel geredet. Somit hat Crauss sein Ziel erreichen können, dass jeder etwas aus seiner Lesung mitnimmt.

Ich ziehe für mich als Fazit, dass diese Lesung sehr interessant war. Das Thema wurde voll erfüllt und man hat gemerkt, dass Crauss mit ganzem Herzen dabei war.

Wie ich bereits am Anfang geschrieben habe, ist Lyrik, im speziellen hier ja nun die Naturlyrik, nicht für jeden etwas, doch hat Crauss das Thema für alle ansprechend gestaltet und die unterschiedlichsten Bereiche der Naturlyrik für alle zugänglich gemacht.

Zusammengefasst also eine gelungene Lesung.

Leah K. (EF)

Mein Fazit zur Vorlesung: Ich fand es sehr interessant zu sehen, dass Naturlyrik nicht nur was mit der reinen Natur zu tun hat, sondern auch mit Häuser, Einrichtungen oder Elektronik. Zudem hat es mir sehr gefallen, dass der Dichter Crauss seine Positionen geändert hat, also von ruhig sitzend am Tisch bis zu lebhaften Vorträgen vorne am Mikrofon.

Melina I., EF

Die Veranstaltung mit Crauss hat mir ganz gut gefallen, da Crauss auch einen Einblick in die Gedichte geben konnte die er selber geschrieben hat und auch in die Gedichte von anderen Dichtern. Man hat auch gemerkt, dass ihm das Dichten und das Vortragen Freude bereitet hat.

Niklas S., EF

Grundsätzlich war es eine gelungene Abwechslung zum Unterricht und die Leidenschaft und der Homor des Dichters hat uns beeindruckt. Allerdings wurden zu viele Gedichte ohne weitere Verknüpfung oder Kommentar vorgetragen. Außerdem hätte ein früherer Austausch mit den SuS die Aufmerksamkeit gesteigert.

Kurs, EF (Hnd)

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