oder: Wie viel Vitamin C ist eigentlich in gelber Paprika?

Die Schülerinnen und Schüler des KOOP Chemie Leistungskurs der Q1 nahmen Ende Februar am Schülerexperimentierpraktikum SEPP an der Universität Duisburg-Essen teil, um den Vitamin C-Gehalt in gelber Paprika und Brausetabletten zu untersuchen.

Zu Beginn wurde in einer interessanten Vorlesung deutlich, dass die Krankheit Skorbut (Vitamin C-Mangel) auf die Seefahrer zurückzuführen ist. Da auf hoher See wenig frisches Obst und Gemüse vorhanden war, konnte der Vitamin C-Tagesbedarf von 70-100 mg oftmals nicht erreicht werden. Den Schülerinnen und Schülern stellte sich nun die Frage, wie viel Vitamin eigentlich in frischem Gemüse (gelbe Paprika) bzw. in Ersatznahrungsmitteln (Vitamin C-Brausetabletten) enthalten ist.

Perfekt ausgestattet mit Laborkittel, Schutzbrille, Namensschild und einem umfangreichen Skript, konnte der genaue Gehalt von Vitamin C in gelber Paprika und in Brausetabletten mittels einer iodometrischen Redoxtitration bestimmt werden. Betreut wurden unsere zukünftigen Chemiker dabei von den Chemiestudenten, welche im Rahmen ihrer Lehrerausbildung die Möglichkeit nutzten, bei praktischen und theoretischen Fragen zu helfen.
Im Anschluss wurde im Rahmen eines Seminars das Experiment ausgewertet und die Theorie aufgearbeitet. Auch dabei wurden unsere Schülerinnen und Schüler ganz individuell von den Studenten begleitet und unterstützt.
Die Erkenntnis: Der Verzehr von 100 g gelber Paprika genügt, um den eigenen Vitamin C-Tagesbedarf zu decken (ca. 120 mg pro 100 g Paprika). Einige Braustabletten enthalten weniger Vitamin C als gelbe Paprika (80 mg pro 240 mg), während andere Brausetabletten sogar überdosiert sind.
Wir danken der Uni Duisburg-Essen für die umfangreiche Unterstützung und Organisation vor Ort. Wir konnten nicht nur ein abiturrelevantes Thema wiederholen und vertiefen, sondern auch einen authentischen Einblick in den Uni-Alltag gewinnen.
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