Vorlesewettbewerb
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Vorlesewettbewerb

Obwohl er seit vielen Jahren fester Bestandteil des Schulalltags ist, spielt der Vorlesewettbewerb im allgemeinen Bewusstsein des Schullebens bisweilen eine untergeordnete Rolle.

Initiiert wurde er vor 46 Jahren vom Börsenverein des deutschen Buchhandels, was zunächst Sorgen, die Schule werde zum uneigennützigen Werbeträger des Handels, aufkommen lassen könnte. So mag man vielleicht denken, doch sollte man nicht außer acht lassen, dass es zur ureigensten Aufgabe der Schule gehört, die ihnen anvertrauten Kinder, Heranwachsenden und Jugendlichen zum Lesen zu animieren und schließlich eine Lesefähigkeit einzufordern. Denn nur wer sinnentsprechend lesen und vorlesen kann, versteht bzw. vermittelt das Gelesene. Der Vorlesewettbewerb ist insofern nicht Endpunkt, sondern eher Motor hinsichtlich des Lesevermögens.

Üblicherweise beginnt der Wettbewerb auf Klassenebene: Meist zu Beginn des Schuljahres stellen sich die Schülerinnen/Schüler der 6. Klasse einem internen Wettbewerb, bei deren Beurteilung Klasse und Deutschlehrer/-in nach Kriterien wie sinngemäßes Lesen, Verständlichkeit, sachliche Richtigkeit u.ä. vorgeht. Bis zum Herbst hat jeder ein Buch gelesen, den Inhalt kurz vorgestellt und einige Seiten laut vor allen anderen vorgetragen, am Ende hat jede Klasse einen Sieger samt Stellvertreter. Ende November/Anfang Dezember findet der Wettbewerb auf der Schulebene statt.

Bei uns treffen sich die beteiligten 6. Klassen sowie zur Vorbereitung aufs kommende Jahr die Fünfer in der Aula, zudem die unterrichtenden Deutschlehrer/-innen sowie als Juroren drei (weitere) Deutschlehrerinnen/-lehrer und drei Oberstufenschüler/-innen; um dem Ganzen einen etwas exquisiteren Rahmen zu geben, wird der Wettbewerb musikalisch eingerahmt bzw. unterbrochen. Der eigentliche Vergleich der Sieger untereinander ist zumindest auf Schulebene zweigeteilt: Zum einen stellen die Sieger ein von ihnen ausgewähltes Buch vor und lesen daraus ca. 3-5 Minuten vor, im zweiten Durchgang schließlich müssen sie aus einen ihnen unbekannten Buch vortragen. Die Jury entscheidet abschließend über die Schulsiegerin bzw. den Schulsieger; als Lohn für die Sieger winken Buchpreise. Im Frühjahr des kommenden Jahres treffen sich die Sieger der einzelnen Schulen (nach Schulformen unterschieden) auf Stadt, dann auf Kreisebene usw.

Schade wäre natürlich - siehe oben - wenn sich damit die schulische Arbeit hinsichtlich der Lesekompetenz erschöpfen würde, schließlich ist es ein offenes Geheimnis, dass viele Schüler (und übrigens auch Erwachsene) Probleme mit dem (Vor-)Lesen haben. Als Lehrer/Erzieher erkennt man schnell, welches Kind bereits von Haus aus lesen kann bzw. zum Lesen angehalten wurde (wenn man von der eher seltenen Naturbegabung einmal absieht). Während das freizeitliche Lesen daheim (je nach Inhalt) Sprachkompetenz und Horizont erweitert, gibt gekonntes Lesen Selbstsicherheit und wirkt sich insofern auch auf die selbständige Mitarbeit aus: Man kann die eigene Meinung z.B. durch eigenständige Zitate belegen, vor deren Vortrag man sich nicht verstecken muss.

Lesen bildet nicht nur, es bringt auch weiter, womit noch nichts über das Lesevergnügen gesagt wurde. Wäre es nicht bisweilen etwas "zeitraubend", man sollte einen Vorlesewettbewerb jährlich in jeder Klasse durchführen. Ersatzweise bietet es sich an, gerade vor Sommerferien im Deutschunterricht Bücher vorstellen und die Ergebnisse samt Quellennachweis jedem in schriftlicher Form zukommen zu lassen - aus Erfahrung weiß ich, dass daraufhin bei etlichen Schülerinnen und Schülern die Leselust forciert, bei anderen entzündet wurde.

Norbert Plattner

Sabrina Schröder und Stefanie Siegel organisieren einen gelungenen Vorlesewettbewerb

Vorlesewettbewerb 2011

Einer von vielen Höhepunkten des Schuljahres fand am 29.11.2011 in unserer Aula statt: Der Vorlesewettbewerb der Jahrgangsstufe 6.

Nach langer Vorbereitung und Auswahl im Deutschunterricht nahmen Theresa Meincke, Jan Adrian, Lisann Fröse und Sarah Chabaan am diesjährigen Schulentscheid teil.
Spannung war da garantiert.

Die Jury setzte sich aus den drei Deutschlehrern/innen Ulrike Pohl, Tim-Julian Weigandt und Robert Bonsmann und den Schülerinnen Kira Stephan, Caroline Herrmann und Jennifer Chang aus der Oberstufe zusammen.

Untermalt wurde der Wettbewerb zu Beginn durch einen musikalischen Beitrag von Sophie aus der 6d am Klavier und zwischendurch konnten Lukas Adrain und Robert Paßmann aus der Q1 mit der Querflöte und der Gitarre zur Unterhaltung beitragen.
Die beiden Moderatorinnen Frau Schröder und Frau Siegel, die zum ersten Mal den Vorlesewettbewerb ausrichteten, führten durch den Wettbewerb. 

Mit einer großen Portion Mut im Gepäck, lasen alle vier Teilnehmer/innen ihren eigenen Text und meisterten anschließend den unbekannten Text.
Am Ende waren sich alle einig: Alle Vorleserinnen und Vorleser dieses Tages sind Sieger!
Während die Jury sich zur Beratung zurückzog, wurden die Gewinner des Ballonwettbewerbs der Jahrgangsstufe 5 durch Hr. Dr. Kievernagel geehrt. Die Siegerprämie von 50 Euro für die Klassenkasse für den am weitesten geflogenen Ballon konnte die 5a  in Empfang nehmen.

Nach eingehender Beratung der Jury stand dann die Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs fest und konnte die Glückwünsche entgegennehmen:

Theresa Meincke aus der 6a ist die Gewinnerin des Vorlesewettbewerbs 2011 am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium. Theresa wird somit als Schulsiegerin am Kreisentscheid teilnehmen.

Bernhard Römmler ließ es sich als Schulleiter auch nicht nehmen alle Teilnehmer zu beglückwünschen und überreichte ihnen die Präsente.

Neben dem großen Engagement aller Beteiligten, trug letztendlich eine schöne Atmosphäre in der Aula zu einem guten Gelingen des Vorlesewettbewerbs bei. 
So kann man dem nächsten Vorlesewettbewerb gespannt entgegenblicken.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle noch der Technik AG unter der Leitung von Herrn Schwebke.

Sabrina Schröder und Stefanie Siegel

Robert Bonsmann gibt die Entscheidung der Jury bekannt
Schulleiter Bernhard Römmler gratuliert den Preisträgern