Teich
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So sah er mal aus und so soll er wieder werden: der Schulteich

Seinerzeit mit viel Engagement von Lehrern, Eltern und Schülern angelegt, war er jahrelang ein Prunkstück der Schule. Das soll er auch nun wieder werden. In einem ersten Schritt soll die Teichbaustelle durch einen dauerhaften Metallzaun vom übrigen Hofgelände abgetrennt werden. In einem zweiten Schritt wird dann die eigentliche Teichanlage eingerichtet. Unter Federführung von Herrn Dr. Kievernagel (Schülervater), Herrn Frick und Herrn Adolphs wird die Wiederherstellung in Angriff genommen. Anschließend muss die Teichanlage gepflegt werden. Diese Pflege wird dann von interessierten SchülerInnen übernommen und die Garten - Teich AG nimmt ihre Arbeit wieder auf. Interessenten können sich gerne bei Herrn Frick oder Herrn Adolphs melden. Bis es so weit ist, wird unter der Rubrik "Aktuelles" laufend über den Arbeitsstand berichtet.

Endlich ist es so weit! Die Wanne für den neuen Schulteich nimmt seit einigen Wochen Gestalt an.

Ende 1998 war die alte Teichwanne durch Zerstörungen endgültig undicht geworden. Nach drei Jahren Brache hatte sich bereits der Abiturjahrgang 2001 zum Ziel gesetzt, die Teichwanne zu erneuern. Statt einer Folienlösung, die wieder leicht hätte beschädigt werden können, wollte uns das Grünflächenamt eine dauerhaft feste bituminierte Teichwanne schaffen. Nach jahrelangen Verhandlungen über eine Finanzierung derselben kam dann im Jahr 2004 das finanzielle Aus seitens der Stadt: Im Zeichen eines allgemeinen Sparhaushalts war für eine Kürleistung endgültig kein Geld mehr da.

Doch so schnell geben wir nicht auf! Die Teichgrube einfach zuschütten? Nein! Der Teich muss also in Eigenleistung gebaut werden! Während auf einem Sonderkonto des Fördervereins Sponsorengelder gesammelt werden, werden parallel dazu der Stadt die Pläne für eine stahlarmierte Betonwanne vorgelegt. Die Lösung überzeugt und findet schließlich das Plazet!

An mehreren Wochenenden nach den Herbstferien 2004 wird das inzwischen stark verwilderte Gelände vorbereitet und eingemessen. Die Frostperiode zwingt zu einer längeren Winterpause. Ende April 2005 wird in Eigenleistung zunächst ein neuer Metallgitterzaun rund um das Gelände gesetzt. Beim Einmessen der Zaunpfosten muss auf 2,5 m Abstand eine Genauigkeit von unter 2 mm eingehalten werden, eine ganz neue Herausforderung für sonst größtenteils kopflastig arbeitende Oberstufenschüler und Lehrer! Natürlich muss öfter ausgerechnet da, wo ein neuer Zaunpfosten einbetoniert werden soll, entweder ein mächtiger alter Betonbrocken oder eine mehr als armdicke Wurzel sitzen, also sind Axt und Spitzhacke angesagt!

Am 6.5. und 7.5.2005 folgt der entscheidende Schritt: Nachdem ca. 150 m² Baustahlmatten verlegt, unterfüttert und verrödelt worden sind, liefern drei Betonmischer insgesamt 22 m³ Beton an, die gleichmäßig auf Teichboden und Teichböschung verteilt und geglättet werden müssen. Äußerst ungewohnte Arbeit, die wir ohne unsere "Oberbauleitung" (Herr Dr. Kievernagel und Herr Hugenbruch) niemals bewältigt hätten!

Am ersten Juniwochenende 2005 sollen noch gemauerte Taschen für Pflanzen, die an der Böschung Halt finden sollen, gesetzt werden.

Folgende Personen haben beim Teichbau und bei der Aufstellung der Zaunanlage mitgewirkt:

Zunächst der Abiturjahrgang 2001 mit seiner Initiative zur Teicherneuerung. Stellvertretend sei hier Holger Wilms genannt.

Schülerinnen und Schüler (Schj.04/05):

Sami Charaf-Eddine, 12
Johanna Deprez, 11
Christoph Doppstadt, 11
Arian Hozuri, 12
Björn Janzik, 12
Christian Mergard, 12
Matthias Osterfeld, 12
Alexander Renelt, 12
Bastian Schmeer, 12
Falko Tschöke, 11

Lehrer:

Herr Adolphs
Herr Frick
Herr Lausch

Eltern:

Herr Hugenbruch
Herr Dr. Kievernagel

Weitere Helfer:

Thomas Lausch

Unser besonderer Dank gilt der Metallbaufirma König in Erkrath für die Unterstützung bei der Errichtung der Zaunanlage sowie unseren Hausmeistern Werner Gottschling und Michael Neuser für die tatkräftige Unterstützung des gesamten Vorhabens.

Den beteiligten Fachämtern der Stadt Ratingen danken wir für entscheidende Hilfestellung bei der Vorbereitung des Projekts (Abriss zweier baufälliger Pavillions, Ausbaggerung der verwurzelten alten Teichgrube).

Eines ist jetzt schon klar: Unter Eltern, Nachbarn und Freunden gibt es viele Gartenbesitzer, die uns lieber gestern als morgen Überbestände oder Ableger von Pflanzen, speziell Teichpflanzen, zukommen lassen wollen. Noch ist es dafür etwas zu früh, aber in einigen Wochen werden wir gerne auf diese Angebote zurückgreifen und an dieser Stelle Rückmeldung geben!

Peter Lausch

 


Nach Ausführung der Bepflanzung sollte sich in der Ruhephase von einem Jahr vielfältiges Wassergetier im Feuchtbiotop ansiedeln. Der Betonrand des Teiches wurde später mit Grassoden belegt sowie an einer Längsseite mit einer Holzbeplankung versehen, um einen stabilen Zugang für Unterrichtszwecke zu ermöglichen. Gleichzeitig erfolgte das Anlegen eines Teichzuflusses von den Dächern der angrenzenden Pavillons.

Pflanzen und Wassertiere haben sich in Ruhe entwickelt

Am 31. August 2007 wurde der Teich offiziell zur schulischen Nutzung freigegeben.

Mit musikalischen Beiträgen der Schulband PhattHatt wurde ein lockerer Rahmen für die Einweihungsfeier geschaffen.


Schulleiter Bernhard Römmler, Fördervereinsvorsitzender Dr. Gerd Kievernagel sowie Schulleiterstellvertreter Peter Lausch dankten allen freiwilligen Helfern und Sponsoren für tatkräftige sowie erhebliche finanzielle Unterstützung.

Im Projekt "Teichbau" haben Schüler, Eltern, Lehrer, Hausmeister über 5 Jahre erfolgreich und mit Freude zusammengearbeitet.

Neben den Sachspenden und den Arbeitsstunden sind für die Erstellung des Teiches reine Sachkosten in Höhe von knapp 7000 Euro angefallen.

Dr. Gerd Kievernagel
Peter Lausch erläutert den Wasserzufluss


Das Teichbauprojekt ist abgeschlossen und Hartmut Adolphs, Vorsitzender des Fachbereichs Biologie, gibt den Teich mit stillem Wasser zur Nutzung frei.

Mit Begeisterung werden erste Proben
zur Untersuchung entnommen.


Das Biotop soll die Möglichkeiten erweitern, die einheimische Tier- und Pflanzenwelt in Verbindung mit einem naturnahen Biologieunterricht zu beobachten und zu erforschen.