Labortag BTA
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Biologie-Kurs des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums zu Gast in der BTA-Abteilung des Berufskollegs Hilden

Kooperationen zwischen Schulen des Kreises Mettmann


Einen ganzen Tag fand der Unterricht für unsere Schüler in den Laboren des Ausbildungsganges zum Biologisch-technischen Assistenten (BTA) des Berufskollegs Hilden statt. Dort lernte der Biologie-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 Biologie hautnah kennen.

Einblicke in die kleinste Einheit des Lebens, die Zelle, erhielten die Gastschüler im Zellkulturlabor. Dabei ging es um deren speziellen Anforderungen unter Laborbedingungen. Praktisch übten die Gymnasiasten die Zellkultivierung an der ältesten etablierten permanenten Zelllinie, an HeLa-Zellen. Dies sind humane Epithelzellen eines Zervixkarzinoms, die ursprünglich 1951 aus der obersten Zellschicht des kanzerogenen Gebärmutterhalses einer afroamerikanischen Patientin entnommen wurden.

In anschließenden Versuchen zeigte sich damals, dass sich diese Zellen unter Laborbedingungen vermehren ließen. Inzwischen sind diese Zellen gut charakterisiert und werden in der medizinischen Forschung sowie Biotechnologie standardmäßig eingesetzt, wie für die Etablierung des ersten Impfstoffes gegen Kinderlähmung.

Dr. Markus Hartung, BTA-Lehrer für Zellbiologie, erläutert Schülerinnen die Grundprinzipien der Zellkultur


In Selbstversuchen lernten die Oberstufenschüler die Physiologie der Erregungsleitung im wahrsten Sinne des Wortes „am eigenen Leibe“ kennen.

Sie testeten ihre Reflexe und analysierten die elektrische Aktivität an den Unterschenkelmuskeln wie auch die des Herzmuskels mit in der neurophysiologischen Diagnostik eingesetzten Methoden, des Elektromyogramms (EMG) und Elektrokardiogramms (EKG).

Das relevante Fachwissen vermittelten die BTA-Lehrer direkt vor den Experimenten. Denn selbst kompliziertere Zusammenhänge wie die Entstehung von Nervenimpulsen werden durch die Registrierung und Analyse solcher Signale besser verständlich, sagt Hartmut Böhm, BTA-Abteilungsleiter.

Da die BTA-Abteilung über Besonderheiten wie Rasterelektronenmikroskop oder Gentechnik-Labore der Sicherheitsstufe 1 verfügt, kommen nicht nur Schulen des Kreises Mettmann sondern auch andere Institutionen und der eine oder andere Student auf uns zu.

Die Biologie-Lehrerin Vanessa Koelbel wie auch ihre Schüler waren von dem Tag begeistert und nahmen neue und klare Erkenntnisse mit. Zum Teil waren es abiturrelevante Themen, die wir im Biologieunterricht vorbereitet hatten. So war der Hildener Labortag eine gute Ergänzung zum Unterricht, freut sich Vanessa Koelbel.

Gymnasiastinnen und Gymnasiasten messen ihre eigene elektrische Muskelaktivität mittels EMG

Auch der Biologie Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 in Begleitung von Frau Merchak  besuchte das Berufskolleg in Hilden, um dort einen Tag im Labor zu verbringen.

Allen hat es eine Menge Spaß gemacht und es war spannend, das theoretisch erlernte Wissen im Labor anzuwenden. Die beiden Dozenten,  Dr. Böhm und Dr. Hartung, haben mit Geduld und vielen Informationen professionel durch den Tag geführt.