Jugend forscht 2014
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Jugend forscht 2014 - Biologie

Im Februar 2014 war der diesjährige Jugend forscht-Regionalwettbewerb in Düsseldorf, zwei Projektgruppen unserer Schule waren beteiligt. Marietta K. und Pia U. haben die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zur Wirkung homöopathischer Globuli auf Kleinkrebse vorgestellt. Diese Wirbellosen haben sie gewählt, um den der Behandlung von Menschen nachgesagten Placeboeffekt auszuschließen. Es sind erstaunlicherweise durchaus Wirkungen feststellbar, von Kritikern natürlicher Streuung zugeschrieben, was aber durch eine Vielzahl tendenziell gleicher Ergebnisse entkräftet werden könnte. Daran arbeiten die beiden Mädels aus der Q1 auch noch weiter.


Charlotte H., Dina L. und Finnja W. aus der Klasse 7E haben monatelang das Sehvermögen von Köcherfliegenlarven erforscht. Dafür erhielten sie in der Sparte „Schüler experimentieren“ (bis 15 Jahre) den 2.Preis in Biologie. Das Thema klingt recht exotisch, erwies sich aber beim Experimentieren als sehr interessant.

Die Freilandrecherche führte über die Inspektion hiesiger Bäche hinaus bis ins Oberbergische. Die Ergebnisse der experimentellen Beschäftigung mit einer Tiergruppe, nämlich Wirbellosen, die die „Siebener“ erst in der nächsten Klasse kennenlernen werden, lassen folgendes Fazit zu: Köcherfliegenlarven können mit ihren Einzelaugen (Ocellen; erst die Vollinsekten haben die bekannten Komplexaugen) Schwarz und Weiß unterscheiden. Was das Farbensehen betrifft, können sie auch das, zumindest aber Grauwerte unterscheiden.


Gingen die Exkursionen zum Beschaffen der Köcherfliegenlarven schon über das rein Kognitive hinaus,  so wurden bei der gemeinsamen Standgestaltung für den Wettbewerbstag auch motorische Fähigkeiten erprobt: Es wurde gesägt, gehämmert, gebogen, geknetet und geklebt. Die drei Mädels haben nämlich große Modelle von Köcherfliegenlarven erstellt, um einmal die Tarnung durch die zusammengeklebten Steinchen darzustellen, aber auch um klarzumachen, wie die (aus ihrem Köcher vorsichtig herausgeschobenen) nackten Larven sich mit den angebotenen Farbsteinchen eingekleidet haben. Auch der WDR interessierte sich für die Arbeit der drei.




Den ersten Platz erhielten übrigens zwei Mädchen aus Düsseldorf mit einer Arbeit über Meerschweincheneinstreu, wobei Baumwolle am besten abschnitt. Dies konnte man erstaunlicherweise schon am Tag vor dem Wettbewerb in der Presse lesen.

Begegnungen, Kontakte mit den übrigen Wettbewerbsteilnehmern, leckeres Essen und Trinken, nicht zuletzt musikalische Darbietungen und ein Chemiesketch rundeten einen gelungenen Wettbewerbstag ab ( dazu trug auch ein Taschengeld von 60,-€ für unsere drei zufriedenen „zweiten Siegerinnen“ bei).

Susanne Adolphs