Exkursion Wald 2017
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Am 8.12.2017 sind wir, die Klasse 8c unter der Leitung von Frau Koelbel und Frau Wolf in den Wald nördlich vom Blauen See gegangen.
Wir gingen nach der 2. Stunde los. Zum Glück hatte bei dem kalten Novemberwetter niemand Riemchensandalen an, sodass wir die Wanderung ohne große Probleme überstehen konnten.
Der Wald befindet sich im Privatbesitz, aber die Waldführung  wurde von dem zuständigen Revierförster des Landes NRW, Herr Steinhage, durchgeführt. Er erzählte uns viele interessante Dinge über den Wald. Zum Beispiel, dass Buchen, welche ca. 150 Jahre alt sind Wurzeln haben, die bis zu 10m tief in die Erde reichen und mit welchen sie Wasser bis zu 120m in die Höhe pumpen können.

Außerdem veranschaulichte er die Fotosynthese anhand von Wasser, Zucker und Luftballons. Die vereinfachte Faustregel lautet sechs Teile Wasser mit sechs Teile CO² (Kohlenstoffdioxid) und Sonne ergibt Traubenzucker (Energie) und Sauerstoff. Aus der gewonnenen Energie produziert der Baum u.a. organisches Material wie Holz und Blätter.
Falls ihr jetzt denkt, wir haben nur theoretisch gelernt, liegt ihr falsch! Wir haben z.B. auch das Jagdverhalten von Eule und Maus als Beute nachgespielt.
Dafür bekam eine Person die Augen verbunden und eine Sprühflasche voll Wasser in die Hand. Diese Person ist nun die Eule. Die Maus musste versuchen eine Nuss vor den Füßen der Eule zu stehlen, ohne beim Anschleichen auf dem laubbedeckten Waldboden von dieser gehört zu werden. Wenn sie aber doch gehört wurde, hatte die Eule drei Versuche die Maus mit dem Wasser abzuspritzen. Wurde die Maus vom Wasserstrahl getroffen, hatte diese verloren, da sie ja nun gefangen/gefressen wurde. Das Spiel hat uns allen sehr viel Spaß gemacht! Nach drei Runden sind wir dann zu einer anderen Aufgabe übergegangen.
Wir mussten verschiedene Pflanzenteile, welche wir nur sehr kurz gesehen haben, in einem kleinen Bereich suchen. Z.B. Teile von Brennnessel, Birkenrinde und Holunder.

Wusstest du, dass ein Rötelmäuse Paar und dessen nachfolgende Generationen pro Jahr bis zu 2000 Junge bekommen können?
Wir auch nicht! Das ist aber auch gut so, da ein Fuchs pro Tag ca 20 Mäuse essen muss, um zu überleben.
In dem von uns erkundeten Wald wird auch Schnittgrün angebaut. Der Förster riss uns ein paar Nadeln ab, so dass wir sie zwischen unseren Fingern reiben und dann an ihnen riechen sollen.
Zu unserer Überraschung roch es ein wenig nach Limette und natürlich nach Weihnachten.
Was wir daraus gelernt haben ist, dass die meisten Adventskränze aus Douglasien hergestellt werden und, dass der Geruch der Douglasien Tannen für die meisten von uns Weihnachten bedeutet.
Als letztes konnten wir ein paar kleine Experimente machen. Zuerst haben wir die Beschaffenheit des Bodens untersucht, dann die Wasserdurchlässigkeit. Zudem haben ein paar Leute aus der Klasse unendliche Terrarien gebaut. Das sind luftdicht verschlossene Gefäße mit Erde, Pflanzen (hauptsächlich Moos), manchmal auch kleinen Tieren wie Käfern und Wasser darin, welche zu einem eigenem kleinen Ökosystem werden. Genauso, wie der Wald eins ist.
Den Rückweg traten wir mit viel neuem Wissen, aber auch etwas erschöpft an. Alle sind gesund und munter wieder Zuhause angekommen und erzählten am nächsten Tag im Biounterricht mit viel Elan von ihren Eindrücken und ihrem neu errungenem Wissen.

Hannah & Henriette