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Lesetagebücher

Unser Balladennachmittag in Haus Salem

eine Reportage von Alexia

Nach einer halben Stunde Fußweg kommen wir endlich in Haus Salem an. Durchgeschwitzt von der prallen Sonne und leicht nervös betreten wir den großen Saal.

Es riecht süßlich, nach Puderzucker und Waffeln. Vereinzelte Bewohner sitzen an den großen Gruppentischen. Sie lesen Zeitung, schlürfen Tee oder schauen einfach nur aus dem Fenster. Hier herrscht eine ruhige Atmosphäre, die die älteren Leute sich auch nicht nehmen lassen, als wir den Raum durchqueren.

Um 14 Uhr 30 starten wir mit der Generalprobe, die in einem anderen Raum, dem eigentlichen Balladennachmittag-Raum, stattfindet. Wir gehen jede Ballade noch einmal durch. Strophe für Strophe. Vers für Vers. Wort für Wort. Auch die Leiterin dieses Hauses leitet uns ein und gibt uns Anweisungen. Schon um 15 Uhr kommt der erste Gast. Er ist 1 Stunde zu früh, aber das scheint ihm nichts auszumachen. Im Gegenteil: Er sitzt ganz ruhig da und beobachtet uns gespannt.

Um 16 Uhr ist es endlich so weit. Die Nervosität ist bei uns allen deutlich gestiegen. In kleinen Schritten betreten die Zuschauer den hellen Raum. Die meisten werden von Pflegern in ihren Rollstühlen gefahren. Dann geht es los! Nach einer kurzen Ansage von unserer Klassenlehrerin Frau Freudewald stellen wir uns in eine Reihe Jeder trägt einen Vers des Zauberlehrlings vor und stellt sich wieder hinten an. Anschließend werden weitere Balladen grüppchenweise vorgetragen. Die Ballade vom kleinen Mann, der Knabe im Moor, die Katze, Belsazar, die Ballade vom Blutigen Bomme,…….. Aber auch berühmtere Balladen wie Nies Randers sind dabei. Außerdem moderne Balladen wie Der  Maulwurf muss weg oder Mädchenküssetauschelächelbeichte.

Die letzte Ballade ist dann wieder eine Ballade von der ganzen Klasse. Diesmal wird es allerdings musikalisch, da wir von Frau Schardt am Klavier begleitet werden. Die erste Strophe läuft super, doch ab der zweiten Strophe läuft alles schief. Wir überspringen zwei Strophen, singen alle durcheinander und machen auch sonst jeden Fehler, den man nur machen kann. Dann unterbricht Frau Schardt das Stück und teilt dem Publikum mit, dass wir Fehler gemacht hätten und deshalb nochmal von vorne anfangen würden.

Also fangen wir nochmal an. Am Ende des Stücks sind wir erleichtert, dass es endlich vorbei ist. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt, wie eine ältere Dame auch hinterher noch bestätigt!

Grün, grün, grün ist alles hinter mir ...

Am 12. Mai fuhren wir, Schüler der Klasse 8 c, mit Herrn Henseler und Frau Lainck nach Köln-Deutz. Nach einem Picknick bei bestem Wetter im Jugendpark liefen wir zu RTL.  Dort erhielten wir eine Studioführung durch das imposante Gebäude. Dabei lernten wir das Prinzip der Green Box und des Teleprompters kennen und staunten über den massiven Technikeinsatz überall.

Anschließend stellte uns eine Nachrichtenredakteurin anschaulich ihren Beruf mit seinen Aufgaben und Herausforderungen vor. Zuletzt wurden wir über die Bedeutung der Werbung für den Sender und der Veränderung des Fernsehens in der Zukunft informiert. Insgesamt war es ein sehr interessanter und vielseitiger Ausflug, der uns viel Spaß gemacht hat.

Artikel der Rheinischen Post vom 08.04.2017
Artikel der Rheinischen Post vom 27.04.2017

Texthelden-Wettbewerb gewonnen!

Die Klasse 8c (Lai) hat den diesjährigen Texthelden-Wettbewerb gewonnen und freut sich über 500€ für ihre Klassenkasse!

Texthelden am CFvW

Am 23.03.2017 besuchte uns ein Redakteur der Rheinischen Post Mönchengladbach, Holger Hintzen, an unserer Schule. Dies geschah im Bezug zum Zeitungprojekt „Texthelden“, in Kooperation mit der Rheinischen Post. Herr Hintzen kam zu unserer Schule, um uns Fragen über seine Zeitung und seinen Beruf zu beantworten.

Holger Hintzen kommt aus Mönchengladbach und hat dort auch sein Abitur gemacht. In seiner Schulzeit hat er sich für Politik und Wirtschaft interessiert. So kam er zu einem sechswöchigen Praktikum als Journalist bei der Rheinischen Post. An diesem Beruf reizte ihn die Gelegenheit mit vielen Leuten zu reden und neue Leute kennenzulernen.
Wir haben ihm viele Fragen über die Ausbildung eines Redakteurs gestellt. Als Redakteur kann man eine Ausbildung von 30 Monaten machen oder man arbeitet neben dem Studium in einer Redaktion. Man sollte nach einem passenden Studiengang suchen und bedenken, dass die meisten sehr theoretisch sind.
Uns stellte sich die Frage, wie viele Leute in einer Zeitung wie der RP arbeiten. Herr Hintzen lieferte uns folgende Zahlen. Für die Rheinische Post arbeiten insgesamt 5000 Leute, darunter 26 bei den Lokalteilen (für Ratingen sind es vier). 40 Personen sind bei Themen wie Sport und Wirtschaft beschäftigt, vier Leute in dem Themenbereich Bundespolitik in Berlin und für Zeitungs- und Onlineartikel sind insgesamt 290 Leute verantwortlich. Dazu kommen noch die Angestellten der Druckerei und viele mehr.
Herrn Hintzen erwähnte, wie er für seine Artikel recherchiert. Er verwendet häufig Informationen von Experten, wie z. B. Polizei, Feuerwehr, Augenzeugen und anderen Fachleuten. Außerdem recherchiert er in sozialen Medien, wie Twitter, Facebook und Co. Natürlich ist das Risiko einer Falschmeldung bei sozialen Medien und Augenzeugen höher. Jedoch gelten Polizei und Feuerwehr als sichere Informationsquelle, zum Beispiel bei Unfällen.
Für uns war es interessant zu wissen, ob er manchmal von seinem Beruf gelangweilt sei. Er erwähnte, dass manche Stadtratssitzungen sehr ermüdend seien und wenige Informationen für ihn beinhalten.

Bei der Frage welche bekannten Leute er schon interviewt habe, nannte er uns den Sportler Stefan Effenberg, die Politiker Helmut Kohl, Willy Brandt sowie Jürgen Rüttgers. Da er gern und oft in dem Politikteil der Zeitung schreibt, hat er viel mit Politikern zu tun.
Wir fragten Herrn Hintzen wie viele Artikel er für die RP am Tag schreibt. Darauf erwähnte er, dass es auf die Themen ankommt und wie viel man für diese recherchieren muss. Demnach können es bis zu neun Artikel pro Tag in einer Zeitung sein.
Wir erfuhren, dass die Bearbeitungszeit/Arbeitszeit für einen Artikel von den Druckzeiten abhängt. Der Redakteur erklärte, dass es von Zeitung zu Zeitung verschieden ist, da jede Zeitung zu unterschiedlicher Zeit die neue Ausgabe drucken lässt. Die Druckzeiten bei der Rheinischen Post liegen zwischen 21:30 Uhr und 01:00 Uhr. Pro Nacht werden bei der RP um die 290.000 Ausgaben gedruckt.
Eine wichtige Frage für uns war, ob der Beruf als Journalist gefährlich ist. Herr Hintzen antwortete darauf, dass dies nur auf Journalisten in Kriegsgebieten zutreffen würde.
Herr Hintzen konnte uns erklären, dass es zwischen den Zeitungen Konkurrenz gibt, da natürlich jede Zeitung am meisten verkaufen möchte. Dabei wird beurteilt, welche Zeitung mehr oder interessantere Informationen beinhaltet.
In dieser Schulstunde haben wir sehr viele und Neues über den Beruf eines Redakteurs erfahren und wissen jetzt wie aufwändig diese Arbeit sein kann.

Amelie & Véronique (Sgw)

Sprachwandel? Aber bitte professionell!

Der Linguist Rudi Keller, langjähriger Professor der Universität Düsseldorf, besuchte passend zu dem Thema Sprachwandel in der Q1 die beiden Deutsch Grundkurse von Frau Koelbel (Fr. 10.06.) und Frau Freudewald (Mi. 08.06.).

Mit Hilfe einer Vielzahl an Beispielen erklärte er die unterschiedlichen Ursachen und Arten der Sprachentwicklung in der deutschen Sprache. So stellte Keller an der Konjugation des Verbes „haben“ (ich habe; du hast – du habest; er/sie/es hat - er/sie/es habet; wir haben; ihr habt – ihr habet; sie haben) seine „Invisible-Hand“-Theorie dar und benannte als Ursache die Faulheit des Sprechers.
Außerdem beantwortete er fachbezogene und persönliche Fragen der Schülerinnen und Schüler. Neben Deutsch als Muttersprache, spricht Keller auch Spanisch, Französisch, Englisch und etwas Türkisch.
Wir danken Rudi Keller für sein Engagement und seine fachkundige Unterstützung in diesem aktuellen Thema.
Jan & Lukas