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Texthelden am CFvW

Am 23.03.2017 besuchte uns ein Redakteur der Rheinischen Post Mönchengladbach, Holger Hintzen, an unserer Schule. Dies geschah im Bezug zum Zeitungprojekt „Texthelden“, in Kooperation mit der Rheinischen Post. Herr Hintzen kam zu unserer Schule, um uns Fragen über seine Zeitung und seinen Beruf zu beantworten.

Holger Hintzen kommt aus Mönchengladbach und hat dort auch sein Abitur gemacht. In seiner Schulzeit hat er sich für Politik und Wirtschaft interessiert. So kam er zu einem sechswöchigen Praktikum als Journalist bei der Rheinischen Post. An diesem Beruf reizte ihn die Gelegenheit mit vielen Leuten zu reden und neue Leute kennenzulernen.
Wir haben ihm viele Fragen über die Ausbildung eines Redakteurs gestellt. Als Redakteur kann man eine Ausbildung von 30 Monaten machen oder man arbeitet neben dem Studium in einer Redaktion. Man sollte nach einem passenden Studiengang suchen und bedenken, dass die meisten sehr theoretisch sind.
Uns stellte sich die Frage, wie viele Leute in einer Zeitung wie der RP arbeiten. Herr Hintzen lieferte uns folgende Zahlen. Für die Rheinische Post arbeiten insgesamt 5000 Leute, darunter 26 bei den Lokalteilen (für Ratingen sind es vier). 40 Personen sind bei Themen wie Sport und Wirtschaft beschäftigt, vier Leute in dem Themenbereich Bundespolitik in Berlin und für Zeitungs- und Onlineartikel sind insgesamt 290 Leute verantwortlich. Dazu kommen noch die Angestellten der Druckerei und viele mehr.
Herrn Hintzen erwähnte, wie er für seine Artikel recherchiert. Er verwendet häufig Informationen von Experten, wie z. B. Polizei, Feuerwehr, Augenzeugen und anderen Fachleuten. Außerdem recherchiert er in sozialen Medien, wie Twitter, Facebook und Co. Natürlich ist das Risiko einer Falschmeldung bei sozialen Medien und Augenzeugen höher. Jedoch gelten Polizei und Feuerwehr als sichere Informationsquelle, zum Beispiel bei Unfällen.
Für uns war es interessant zu wissen, ob er manchmal von seinem Beruf gelangweilt sei. Er erwähnte, dass manche Stadtratssitzungen sehr ermüdend seien und wenige Informationen für ihn beinhalten.

Bei der Frage welche bekannten Leute er schon interviewt habe, nannte er uns den Sportler Stefan Effenberg, die Politiker Helmut Kohl, Willy Brandt sowie Jürgen Rüttgers. Da er gern und oft in dem Politikteil der Zeitung schreibt, hat er viel mit Politikern zu tun.
Wir fragten Herrn Hintzen wie viele Artikel er für die RP am Tag schreibt. Darauf erwähnte er, dass es auf die Themen ankommt und wie viel man für diese recherchieren muss. Demnach können es bis zu neun Artikel pro Tag in einer Zeitung sein.
Wir erfuhren, dass die Bearbeitungszeit/Arbeitszeit für einen Artikel von den Druckzeiten abhängt. Der Redakteur erklärte, dass es von Zeitung zu Zeitung verschieden ist, da jede Zeitung zu unterschiedlicher Zeit die neue Ausgabe drucken lässt. Die Druckzeiten bei der Rheinischen Post liegen zwischen 21:30 Uhr und 01:00 Uhr. Pro Nacht werden bei der RP um die 290.000 Ausgaben gedruckt.
Eine wichtige Frage für uns war, ob der Beruf als Journalist gefährlich ist. Herr Hintzen antwortete darauf, dass dies nur auf Journalisten in Kriegsgebieten zutreffen würde.
Herr Hintzen konnte uns erklären, dass es zwischen den Zeitungen Konkurrenz gibt, da natürlich jede Zeitung am meisten verkaufen möchte. Dabei wird beurteilt, welche Zeitung mehr oder interessantere Informationen beinhaltet.
In dieser Schulstunde haben wir sehr viele und Neues über den Beruf eines Redakteurs erfahren und wissen jetzt wie aufwändig diese Arbeit sein kann.

Amelie & Véronique (Sgw)

Sprachwandel? Aber bitte professionell!

Der Linguist Rudi Keller, langjähriger Professor der Universität Düsseldorf, besuchte passend zu dem Thema Sprachwandel in der Q1 die beiden Deutsch Grundkurse von Frau Koelbel (Fr. 10.06.) und Frau Freudewald (Mi. 08.06.).

Mit Hilfe einer Vielzahl an Beispielen erklärte er die unterschiedlichen Ursachen und Arten der Sprachentwicklung in der deutschen Sprache. So stellte Keller an der Konjugation des Verbes „haben“ (ich habe; du hast – du habest; er/sie/es hat - er/sie/es habet; wir haben; ihr habt – ihr habet; sie haben) seine „Invisible-Hand“-Theorie dar und benannte als Ursache die Faulheit des Sprechers.
Außerdem beantwortete er fachbezogene und persönliche Fragen der Schülerinnen und Schüler. Neben Deutsch als Muttersprache, spricht Keller auch Spanisch, Französisch, Englisch und etwas Türkisch.
Wir danken Rudi Keller für sein Engagement und seine fachkundige Unterstützung in diesem aktuellen Thema.
Jan & Lukas