Exkursion Neurologie
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Exkursion "Neurologie"

Der Besuch des Berufskollegs in Hilden mit dem Biologie Grundkurses von Frau Koelbel, sollte alles entscheidend verändern. Doch fangen wir ganz am Anfang an.
 
Der Besuch am Berufskolleg erfolgte als praktische Erweiterung zum Unterrichtsthema „Neurologie“.

Die für S1-Laboratorien notwendige Sicherheitseinweisung  machte uns klar, dass wir hier jederzeit von irgendwelchen „Killerbakterien“ angegriffen werden könnten. Sehr beruhigend! Zu unserem Schutz bekamen wir daher weiße Kittel. Sie sahen zwar echt dufte aus, aber ob diese uns wirklich beschützen können, sei mal in den Raum gestellt. Direkt am Anfang wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt, denen jeweils ein Laptop zur Verfügung stand. An diesen befanden sich verschiedene Geräte, mit denen wir die elektrische Spannung in unserem Körper messen konnten. 

Der erste Versuch diente dazu unseren Kniereflex zu testen. Für diesen Test wurden drei Elektroden am Bein eines Freiwilligen befestigt. Nun musste man nur noch mit einem kleinen Hämmerchen auf das Knie geschlagen. Bei einigen Schülern aus dem Kurs konnte man neben dem typischen Reflex (Hochschnellen des Unterschenkels) auch einen Schrei bemerken. Schließlich mussten für die Wissenschaft auch Opfer gebracht werden. 

Nun, wo jeder wusste wie empfindlich sein Knie war, wurde der Achillessehnenreflex getestet, benötig wurden dazu die gleichen Apparaturen, nur gemessen wurde etwas tiefer am Bein. Und wieder wurde unsere Schmerzgrenze im Interesse der Wissenschaft auf die Probe gestellt. Nach weiteren Versuchen, bekamen zwei Schüler schicke Brillen aufgesetzt, mit denen sich ihr Blickfeld jeweils um einige Grade nach links oder rechts verschob. Mutig stellte sich nun Dr. Hartmut Böhm zur Verfügung, damit ihn die beiden Bebrillten mit feuchten Schwämmen bewerfen konnten. Beide verfehlten beim erst Wurfversuch, doch nach drei weiteren Würfen, wurde er schließlich doch getroffen. Das Gehirn hatte sich auf die Verschiebung des Sichtfeldes bereits eingestellt.

Bei unserem letzten Versuch wurden nun Elektroden an die Schläfen angebracht. Dies hatte zur Folge, dass man die Augenbewegungen auf dem Laptop verfolgen konnte, auch dies wieder durch das Messen der Spannung, die von den Nerven- /Muskelimpulsen ausgeht.

Schließlich wurden wir noch durch verschiedene Räume des Berufskollegs geführt und es wurde uns erklärt, was uns erwarten würde, falls wir eines Tages eine Ausbildung an diesem  Berufskolleg beginnen würden. 
Nach dieser Begehung endete die Exkursion und all jene, deren Parkschein seit einiger Zeit abgelaufen war, rannten aus dem Gebäude in der Hoffnung ihr Wagen sei noch nicht abgeschleppt worden.
Man kann also abschließend sagen, dass dieser Ausflug uns die Welt der Aktionspotentiale und der Spannungen in unserem Körper gut verständlich gemacht hat. 

Daniel Westphal